
Seit Anbeginn der Kochkunst dient sie auch dazu, den Frieden im Hause herzustellen und Mann und Frau glücklich zu machen bzw. diesem Glück zu Dauer zu verhelfen. Ein alter Spruch, der jungen Mädchen mit ins Leben gegeben wird, besagt, daß man einen Mann auf vielerlei Art fangen kann, aber halten könne man ihn nur in der Küche. Im Zeitalter der Emanzipation beider Geschlechter kann aber auch ein Mann, der in der Küche zaubern kann, einige Punkte sammeln.
Wer sich innig liebt, braucht dazu die richtige Ernährung, denn Liebe kostet Energie, will aber manchmal auch angeregt werden. Völker rund um den Globus kennen dafür Rezepte, die garantiert wirken sollen. Wir meinen, diese Wirkung muß zunächst einmal akzeptiert sein, Das Einverständnis für diese Wirkung muß zwischen Mann und Frau bestehen, eine gewisse Lockerheit und Neugierde sollte schon vorhanden sein. Wenn man's miteinander und gern ißt, tut es auch seine Wirkung.
Dennoch,
die Erfahrung vieler Jahrtausende Kochkunst ist nicht von der Hand zu
weisen. Irgendetwas wird schon dran sein an den Tomaten, mit denen
sich die Italiener für die Liebe fit machen, an den Stierhoden,
die
rund ums Mittelmeer heimlich verzehrt werden, an allen Spielarten der
Zichorie, die entlang der europäischen Westküste salatiert
werden,
oder am Sellerie, der nördlich der Alpen Männern (und damit
auch
Frauen) helfen soll.
Unsere
Rezepte greifen diese verbreiteten Annahmen auf, basieren auf
erprobten Grundlagen, und ergänzen diese um Gewürze, die
reizen
oder stimulieren sollen.
Triviala,
wie der Endiviensalat, der nach einem mittelalterlichen Kochbuch
„faule Hähne geyl machen“ soll, nahmen wir nicht extra auf, denn
eine Vinaigrette wird wohl jeder über ein paar Salatblätter
gießen
können. Und wer's nicht kann, der verdient, daß er oder sie
alleine
schlafen muß!
Daß
neben all dem jede Form von Schokolade, besonders wenn sie scharf
gewürzt daherkommt, oder Aufputschmittel wie Tee, Kaffee oder gar
Guaranaextrakt, auf die richtigen Ideen bringen können, brauchen
wir
wohl nicht extra zu betonen.
Wir
erwähnen auch nicht den Zauber, der von den Kernen des
Granatapfels
ausgeht, wenn man sie sich gegenseitig zärtlich zwischen die
Lippen
schiebt, oder vom Glas Sekt, das man miteinander schlürft …
Wie
dem auch sei, wir können nur Anregungen geben.
Was
Ihr draus macht, ist eure Sache.
Das
Team von der Katz'
Carmen
und Andreas
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